Im Sommer gibt es nichts schöneres, als sich an einem heißen Tag im eigenen Pool zu entspannen. Zum umweltgerechten Umgang mit dem kühlen Nass nachfolgend einige Hinweise:

Bei jedem Wasserwechsel stellt sich die Frage: Wohin mit dem Poolwasser?
Hier kommt es darauf an, ob das eingelassene Frischwasser „in seinen Eigenschaften verändert wurde“. Das Frischwasser, mit dem der Pool befüllt wird, wird in der Regel chemisch behandelt, z. B. mit Chlor, Algenschutzmittel, sogenannten Algiziden, pH-Senker oder –Heber u.s.w.. Somit handelt es sich um verändertes Wasser, sprich Schmutzwasser. Auch für den Fall, dass keine Chlorung oder sonstige Behandlung des Wassers vorgenommen werden sollte, wird das Wasser alleine durch den Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert, wie z.B. durch Sand, Laub, Sonnencreme, Haare, Schweiß und evtl. auch Körperflüssigkeiten. Auch der Einsatz von Aktivsauerstoff zur Reinigung des Poolwassers stellt eine Veränderung des Wassers dar. Die genannten Gründe führen zu einer Veränderung des Wassers, sodass die ursprüngliche Beschaffenheit des Frischwassers nicht mehr vorhanden ist.

Eine Versickerung auf dem Grundstück ist demnach nur bei sehr geringen Mengen (z.B. aufblasbares Planschbecken) und nur bei vernachlässigbarer Verschmutzung des Wassers möglich (keine chemische Aufbereitung, nur kurzfristige Verwendung).

Grundsätzlich ist Poolwasser jedoch, genauso wie Rückspülwasser aus der Filterspülung Schmutzwasser, das der öffentlichen Kanalisation (Schmutzwasserkanal oder Mischwasserkanal) zugeführt und durch die Kläranlage zu reinigen ist.

Woher kommt das Frischwasser?
Das Frischwasser zum Befüllen oder bei einem Teilwechsel darf auf keinen Fall über den Gartenwasserzähler entnommen werden. Über den Gartenwasserzähler darf ausschließlich die Bewässerung des Gartens erfolgen („Gartenwasser“). Für das „Gartenwasser“ fallen nämlich keine Abwassergebühren an, da es im Boden versickert und von den Pflanzen aufgenommen und nicht dem Abwasser zugeführt wird. Eine Befüllung des Schwimmbades über einen Gartenwasserzähler würde insofern eine Abgabenhinterziehung darstellen, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Wird das Wasser von einer Eigengewinnungsanlage (Brunnen) entnommen und anschließend der öffentlichen Kanalisation zugeführt, ist die eingeleitete Menge ebenfalls nachweispflichtig, da hierfür Abwassergebühren zu entrichten sind.

Die Entnahme aus einem Hydranten kann beim jeweiligen Bauhof beantragt werden. Bitte bedenken Sie aber, dass hierfür die doppelte Verbrauchsgebühr anfällt und die Arbeitsleistung durch den Bauhof berechnet wird.

Wir empfehlen daher, die Befüllung mit Frischwasser aus der hausinternen Frischwasserleitung.

Bitte beachten Sie diese Hinweise und genießen Sie den Sommer!

Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiterinnen Frau Swarat oder Frau Jakob (Tel.: 09193 629-42 oder -43).

Ihre Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt a. d. Aisch